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Aktuelles Dossier: «Ordonnanz 1898»

Wie waren die Angehörigen der Schweizer Armee zu Beginn des ersten Weltkriegs angezogen? Die Bibliothek am Guisanplatz hat Ihnen eine Dokumentation zur letzten farbigen Uniform zusammengestellt.

22.01.2018 | Manuel Bigler

Die oberste Führung der Schweizer Armee zu Pferd in der letzten farbigen Uniform, ca. 1914-1915
Die oberste Führung der Schweizer Armee zu Pferd in der letzten farbigen Uniform, ca. 1914-1915

Bei der Mobilmachung der Schweizer Armee 1914 trugen die Soldaten noch bunte Waffenröcke und andere auffällige Ausrüstungsgegenstände. Die damals gültigen Bestimmungen waren 16 Jahre früher erlassen worden, weswegen die Uniform als „Ordonnanz 1898“ bezeichnet wird. Erst ab 1915 wurde dann schrittweise die feldgraue Einheitsuniform eingeführt

In der Bibliothek am Guisanplatz befinden sich unzählige Medien, welche die Entwicklung der Uniform der Schweizer Armee dokumentieren. Neben Büchern, Artikeln und Fotografien existiert auch eine Sammlung von Reglementen und Amtsdruckschriften zum Thema in der BiG, wovon einige bereits digitalisiert wurden. Mit diesen Angaben können Sie die einzelnen Dokumenten direkt aus unserem Onlinekatalalog herunterladen. Auch das Reglement, welches die Ordonnanz 1898 festlegt, befindet sich darunter.

Die wichtigsten Nachschlagewerke zur Uniformengeschichte der Schweizer Armee stammen von Jürg Burlet und Hans-Rudolf Bigler. Einen guten Überblick zum Thema „letzte farbige Uniform“ bietet auch die Nummer 29 der Schriftenreihe, die ebenfalls online verfügbar ist.

Weitere Institutionen, die neben der BiG die Geschichte der Uniformen der Schweizer Armee  dokumentieren, sind das Landesmuseum in Zürich, das Bundesarchiv in Bern und die Stiftung Historisches Armeematerial in Thun. Im Landesmuseum existiert eine umfangreiche Sammlung von Uniformen, das gleiche gilt für die Stiftung HAM. Für eine detaillierte Aufarbeitung der Entstehung der „Ordonnanz 1898“ lohnt sich eine Recherche im Bundesarchiv.


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